Reisen mit Grundtvig Teil 7: Die Anreise und der Besuch bei uns im Weingut

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Verspätet landete gestern der erste Flieger mit den Kollegen aus Mittelitalien. Mit meinem Schildchen in der Hand konnte ich die Gäste im Ankunftsbereich schnell ausfindig machen.  Kurzes beschnuppern, sprachlich konnten wir uns mit den kläglichen Resten des Schulenglischen unterhalten, und schon ging es los.

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Ein kurzes Sightseeing an der Mosel war geplant, da die nächsten Winzer zwei Stunden später ankommen sollten. Der erste Blick auf die Mosel erhaschte meine kleine Reisegruppe von Starkenburg aus auf die Mosel. Die Begeisterung über die Mosel und die Aussichten darauf konnte auf der Grevenburg bei Trarbach noch gesteigert werden.  Nach der Rückkehr auf den Flughafen Frankfurt/Hahn wurden zwei weitere Winzergruppen aus Italien und Frankreich in Empfang genommen und zum Reisebus gebracht, der mit weiteren Reiseteilnehmern mittlerweile eingetroffen war.

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Der Erfahrungsaustausch startete in unserem Weingut. Weingutsbesichtigung, Weinprobe und dann ging es in den Weinberg. Erstaunlich, wie trotz der geringen sprachlichen Möglichkeiten die Verständigung klappte. Es waren teilweise intensivere Diskussionen möglich. Als Highlight gab es dann für die Gäste die Möglichkeit einmal Raupe im Steilhang zu fahren. Unter viel Gelächter und mit viel Spaß übten sich einige Franzosen und Italiener. Leider hatte ich die Kamera nicht zur Hand…

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Bevor die Reisegruppe unser Weingut verließ, um auf der Marienburg bei unserem Nachbarort Pünderich zu übernachten, gab es noch reichlich Gastgeschenke in Form von Weinflaschen. Darunter obige Flasche, von der man ungestraft behaupten kann, dass sie ein richtig schweinegeiles Etikett hat.

 

Heute Abend ist noch der offizielle Empfang nebst „Multimedia Show“, Büffet und Weinprobe und die Reise geht weiter in die Pfalz und nach Rheinhessen zum Erfahrungsaustausch mit den dortigen Kollegen.

Reisen mit Grundtvig Teil 6: Der Gegenbesuch

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Vor einem Jahr war ich mit dem Grundtvig Förderprogramm der EU zur Erwachsenenbildung zum Erfahrungsaustausch bei Kollegen in Spanien und Frankreich. Ich berichtete hier ausführlich über diese Weinreise. Nun kommt der Gegenbesuch der Kollegen.

 

Am Mittwoch ist Anreise. Ich werde, mit obigem Schildchen bewaffnet, vormittags die erste Gruppe am Flughafen Frankfur/Hahn abholen, eine kurze Besichtigungstour an die Mosel machen um dann die beiden nächsten Gruppen kurz nach Mittag am Flughafen in Empfang zu nehmen. Der Reisebus mit den im Frankfurter Flughafen gelandeten Winzern soll dann zeitgleich eintreffen und der Erfahrungsaustausch kann beginnen. Als erste Station ist eine Weingutsbesichtigung nebst Weinprobe in unserem Weingut vorgesehen.

 

Die Diaserie für dem abendlichen Empfang auf der Marienburg bei Pünderich ist zusammengestellt und um die Weinprobe werde ich mich morgen kümmern. Wird bestimmt Spaß machen und natürlich werde ich wieder berichten.

Reisen mit Grundtvig Teil 5: Von Rebrodehunden und anderen Begebenheiten auf der Reise

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Eine mir bisher unbekannte Hunderasse, der Rebrodehund. Nachdem wir des Stöckchenwerfens müde waren, fand der Hund von Richard Douthey eine andere Beschäftigung. Binnen kürzester Zeit hatte er den armdicken Rebstock unter unseren Augen eliminiert, bekam Applaus und Richard machte ein griesgrämiges Gesicht.

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Zu Zeiten, als die Nahrungsmittelproduktion im Vordergrund stand, also schon lange her, wurde Weinbau  in der Regel nur auf Standorten betrieben, die für die Nahrungsproduktion nicht geeignet waren. Im St. Emilion wurde auf  flachgründigen Standorten bzw.dort, wo der Fels sehr hoch anstand, Gräben in ebendiesen gemeisselt und die Reben eingepflanzt.

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Ein wenig nichtweinbauliche Kultur gab es auch noch am Rande. Das Guggenheim Museum in Bilbao wurde von aussen bewundert. Die Altstadt von Logrono wurde nächtens erkundet, Pamplona gabs als Schnellbesichtigung auf dem Weg zum Abschiedsessen mit den spanischen Winzern. War also nix mit Stierkampf anschauen.

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Das Weinbaumuseum in Vivanco in Briones ist sehenswert. Der Weinanbau bis zur Flaschenfüllung, die Holzfassherstellung und weitere Zulieferhandwerke wurden sehr gut dargestellt. Das Highlight war die Korkenziehersammlung. Mehr als 3000 verschiedene Korkenzieher gab es zu bewundern. Leider hatte ich mich an das Fotografierverbot gehalten,  im Nachhinein würde ich es nicht mehr tun.

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Verwunderung gab es bei der Reisegruppe, als wir bei einer Weingutsbesichtigung direkt aus dem Holzfasskeller zwei Etagen hochgingen und plötzlich in einem Schwimmbad standen. Bevor unsere Übersetzer aktiv werden konnten, machte der Spruch „ sind wohl die Sozialräume für die Mitarbeiter“ die Runde. Aber weit gefehlt. Das Weingut beherbergt noch ein kleines und feines Hotel.

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Wie das Schwalbennest in die Probierstube eines Weingutes kam ist uns ein Rätsel geblieben.

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Zur Schonung der italienischen Schuhe unserer italienischen Mitreisenden bei einer Weinbergsbegehung.

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Reisen mit Grundtvig Teil 4: Essen und Trinken

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Grandios, wie unsere Reisegruppe verwöhnt wurde. Man kam sich vor wie eine Stopfgans. Ein ausgedehnter Mittagstisch und abends nochmals ausgiebig dinieren auf hohem Niveau. Dazu dann die Weine der Gastgeber.

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In Spanien gab es unter anderem die berühmten Tapa, die in einer atemberaubenden Geschwindigkeit aufgetischt wurden.

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Herrliche Leckereien, die man so einfach im Vorbeigehen geniessen konnte.

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Mittags wie abends immer ein Mehrgängiges Menü.

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Regionale Zutaten und Zubereituungsweisen. In Spanien durch die Küstennähe des öfteren Fisch.

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In Frankreich auch die bekannten Pasteten.

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Das Dessert krönte jedes auf der Reise genossene Menü. Am letzen Tag der Reise meinten meine Kollgen, dass Sie mindestens gefühlte 5 kg mehr auf die Waage bringen. Nachfühlen konnte ich das. Sehr wenig körperliche Bewegung und immer ausgiebigst gegessen, ein dauerndes Sättigungsgefühl und eine gewisse Trägheit machte sich bei mir breit.

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Der Erfahrungsaustausch wurde während des Essens mit den Kollegen weitergeführt.

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Mittags mehr über Weinbergspflege gesprochen und diskutiert, Abends tiefer die Kellerwirtschaft bei mehreren Gläsern Wein erörtert.

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Zur Esskultur gehört auch immer ein Glas Wein. Bier bei Tisch? Todsünde! In der Regel wird ein einfacher Wein zum Mittagessen gereicht, abends dürfen es bessere Qualitäten sein. Wir wurden jedoch verwöhnt. Die Winzer stellten nur Ihre besten Weine vor. Rotweine, kraftvoll, teilweise von Ausbau im kleinen Holzfaß geprägt, mit Schmackes und höherem Alkoholgehalt  standen mehrheitlich auf den Tischen. Leider etwas satt machend.

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Wir sehnten uns teilweise nach einfacheren unkomplizierteren Roten und wenn wir dann eine Flasche ergattert hatten…

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Die Weißweine spielen mit Ausnahme der Süßweine (Dessertweine) keine große Rolle. Eigentlich Schade. Wir Deutschen vermissten diese Weissweine bzw. freuten uns über jeden Schluck davon, der uns angeboten wurde. Denn diese Weine bereiten Trinkspaß und animierten zu einem weiteren Glas im Gegensatz zu den hochwertigen Roten.

Die Offenheit, mit der uns die Kollegen begegneten, war erfrischend. Das aktuelle Angebot im Weingut wurde probiert, einige ältere, gereifte Weine gab es noch als Zugabe. Sogar unfertige Weine aus dem Fass durfte wir degustierten. Wie bei Freunden, die sich schon lange kennen.

Beeindruckend diese Gastfreundschaft und die hochwertigen Weinqualitäten.

Reisen mit Grundtvig Teil 3: Die Weingüter

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Die Weingüter in den besuchten Ländern haben ganz andere Größen wie bei uns. Hekatarzahlen von bis über 70 wurden uns in Spanien genannt, in Frankreich schon einiges kleiner. Sogar die Pfälzer Kollegen, die für deutsche Verhältnisse großen Weingüter haben, staunten ob der großen Rebflächen die ein spanisches Weingut bewirtschaftet und vermarkten soll. Sehr schön der erste Betrieb. Im traditionellen Stil neu gebaut, der Keller mit der aktuellsten Technik ausgestattet.

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Das nächste Weingut, ebenso funkelniegelnagelneu, Gebäude wie Maschinen.

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Sämtliche Kellereien und Weingüter die während der Busfahrt gesichtet oder besucht wurden, waren ebenfalls neu und in teilweiser moderner Architektur erstellt worden. Das kam uns etwas „spanisch“ vor und wir vermuteten, das es da gewisse Förderungen durch die EU gegeben hatte. Auf Nachfrage nach Subventionen während einer Betriebsbesichtung wollte der Winzer zuerst nicht verstehen und dann gab es die Auskunft, dass keine Gelder geflossen sind.  Fragezeichen bei uns.

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Nachdem wir an einem weiteren Betriebsgebäude obigen Aufkleber gefunden hatten, gab der zuletzt besuchte Kollege in Navarra bereitwillig Auskunft. Die Förderungen durch Staat und Eu waren so hoch, das es für die geförderten Weingüter keinerlei Risiko war, von der traditionellen Traubenproduktion auf Kellerei und Selbstvermarktung umzusteigen. Sozusagen wurden die Güter mit Geld vollgeschissen. Die Eu hatte das gut gefüllte Füllhorn über diese Kollegen geleert, so dass diese immensen Investitionen locker gemeistert werden konnten.

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Ganz anders in Frankreich. Strukturen wie bei uns. Investiert wird nur nach Bedarf und nicht ins Blaue hinein.  Da sind die alten Betontanks aus den fünfzigern des alten Jahrhunderts immer noch in Betrieb, die Gärkühlung nachträglich eingebaut und der Edelstahltank ist auch neueren Datums.

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Interessant noch die die alte Antriebstechnik für Maischepumpe und Entrapper. Der Elektromotor ist an der Wand befestigt und treibt mittels eines Transmissionsriemens die Arbeitsgeräte an. Eigentlich von der Technik her Maschinenbau für die Ewigkeit, da fast Unkaputtbar. Bei uns in Deutschland nur durch die Herren von der Berufsgenossenschaft ausgerottet.

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In den besuchten Anbaugebieten hat der Rotwein gegenüber dem Weißwein den bedeutend höheren Stellenwert und so fanden wir in allen Weingütern die entsprechenden Barrique-Keller, in der die besseren Rotweine in kleinen Holzfässern lagern, um vom Eichenholz aromatisiert zu werden. In der Menge, wie es heute betrieben wird, ein Wahnsinn. Nur einige Jahre nutzbar, da das Aroma des Holzes ausgelaugt wird und  die Fässer schnell ausgetauscht werden müssen. Wieviele Eichenwälder wohl für diese Art von Weinausbau geopfert werden müssen? Da fragt man sich manchmal, woher für diese Verwendung denn die Bäume kommen? Ist da wirklich Alliereiche oder Limousineiche verwendet worden wie auf den kleinen Fässern drauf steht? Oder kommen sie aus dem Gemeindewald meiner Heimatgemeinde? Schon mal  von einem Barrique aus Eifel- oder Moseleiche gehört?

Reisen mit Grundtvig Teil 2: Die Menschen

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Unsere deutsche Reisegruppe, sieben altgediente Ökowinzer, nebst Matthias (links) vom Beratungsdient ökologischer Weinbau in Freiburg und Uwe (2. v.l.), ebenfalls Ökoberater und Organisator dieser Reise. Bei der Ankunft am Flughafen wurden wir von Ana (re), der Repräsentantin des spanischen Ökoverbandes in Empfang genommen.

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Die Kollegen aus Italien stießen einige Stunden später zu uns. Ich hätte mich gerne mehr mit den beiden jüngeren Italienern unterhalten, aber leider beherrschten Sie die Konferenzsprache Englisch noch schlechter wie ich. Wäre sehr interessant gewesen. Einer der beiden arbeitet in einer Essigmanufaktur die hochwertigsten Balsamico herstellt. Ich hätte sicherlich etwas lernen können.

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Nicht nur der Erfahrungsaustausch wurde gepflegt, sogar ein leibhaftiger Minister der Provinzialregierung in Rioja empfing uns in einem Golfhotel und hielt eine Rede, die Maria, von der gastgebenden Organisation, übersetzte.

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Während draussen in Käfigen, an Guantanamo erinnernt, Leibesübungen gemacht wurden, schlemmten und tranken wir drinnen auf Einladung der Regierung.  Eine, zu unserer Überraschung,  perfekt Schwiizertüütsch sprechende Bedienung half bei einigen Übersetzungungen.

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Für die französische Biowinzerorganisation war Monique (re) dabei, die für den Frankreichteil der Reise die Leitung hatte.

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Dazu kamen noch die  gastgebenden Winzer aus Frankreich und Spanien, die unsere Reisegruppe ergänzten oder als Gastgeber fungierten.

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Einer der Höhepunkte der Reise war der Empfang bei unseren französichen Kollegen.

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So richtig stilvoll im Schloss Monbazillac. Empfang vor dem Schloss, anschließend im Festsaal auf höchstem Niveau essen und trinken.

Reisen mit Grundtvig Teil 1: Die Anbaugebiete

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Wie ich berichtete, befand ich mich in den letzten Tagen auf einer Weinreise. Grundtvig, das Förderprogramm der EU zur Erwachsenenbildung und Erfahrungsaustausch fördert diese Maßnahme. Mit dabei waren Kollegen aus Italien, Spanien und Frankreich. Die nächste Reise zum Erfahrungsaustausch soll im November nach Italien gehen und wir deutschen Winzer sind in einem Jahr die Gastgeber.

Wir besuchten in Spanien die Weinbaugebiete Rioja und Navarra, in Frankreich St. Emilion, Bergerac und Fronsac im Bordeaux Gebiet.

Über viele Eindrücke, Erfahrungen,  und Begegnungen mit Kollegen werde ich in mehreren Teilen kurz berichten. Sehr anstrengend die Reise, da wir teilweise den ganzen Tag und die halbe Nacht unterwegs waren, aber auch lehrreich und mit jeder Menge Spaß verbunden.

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Narvarra und Rioja sind geprägt durch heiße, sehr trockene Sommer. Eine Begrünung der Rebzeilen ist dort, trotz künstlicher Bewässerung, nicht möglich. Im Prinzip Wüstenklima.

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Eine grandiose Landschaft, die teilweise durch hohe Berge begrenzt wird.

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Malerische Dörfchen in der Weinebene, die auf Hügeln thronen.

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Im Gegensatz dazu das Bourdeauxgebiet mit den besuchten Teilanbaugebieten. Reichliche Sommerniederschläge machen eine Weinbergsbegrünung möglich. Bedingt durch die Lage in der Nähe des Atlantiks, gibt es auch sehr viel Tau und Nebel, welches die Ausbreitung von Pilzkrankheiten fördert und die ökologisch arbeitenden Kollegen vor große Herausforderungen stellt.

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Die Landschaft ist zersiedelter wie in den spanischen Anbaugebieten. Insbesondere im St. Emillion Gebiet sind die Chateaus ausserhalb der Ortschaften und die dazu gehörigen Weinberge um das Weingut arrondiert.

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Apropos Chateau: Heisst zwar Schloß, meint aber in Weinbereich ein Weingut. Das kann natürlich ein Schloß sein, aber auch eine einfache Feldscheune mit Wohnhaus und Weinkeller wird als Chateau bezeichnet.

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Die Reberziehung in den besuchten Ländern ist in der Regel ein niedriger Drahtrahmen mit einer kurzen Fruchtrute oder mehreren Zapfen.

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Vom Anschauen bekam ich schon Rückenschmerzen. Rebschnitt in gebückter Haltung, eine grauenhafte Vorstellung. Ob dort Pygmäen arbeiten?