
Schöne Geräte, diese alten Korkenzieher, wichtig für das „Öffnungsritual“ beim Weintrinken. Doch bald nutzlos? Kein ploppen mehr beim Öffnen von Weinflaschen?
Der Naturkork, seit über 300 Jahren zum Verschließen von Weinflaschen verwendet. Ist er vielleicht vom Aussterben bedroht?
Der Grund ist der Korkgeschmack: Die Ursache ist der Kork. Es fängt mit Unsauberkeit in der Produktion an, also schon Befall des Rohmaterials im Ursprungsland durch Schimmelbildung auf der Korkrinde, gefolgt von einer Vielzahl von komplizierten und noch nicht gänzlich erforschten Vorgängen. Am Ende steht das von Mikroorganismen gebildete TCA (Trichloranisol), welches extrem geruchsstark ist. Ein Fingerhut voll davon in den Bodensee und das Schwäbische Meer hat Korkgeschmack! Doch welche Alternativen gibt es?

Die einfachste Lösung wäre es, das ganze aus „Plastik“ zu machen. Hier ein schönes Modell in giftgrün. Doch weit gefehlt, so einfach ist das nicht. Dieser Korkersatz erfordert mehr Arbeit. Er muss z.B. vorher temperiert werden, damit er sich besser zusammenpressen und in die Flasche schieben lässt. Diese Alternative kommt dem Wein nicht unbedingt zugute, da dieser Verschluss viel Sauerstoff durchlässt und so die damit verschlossenen Weine viel zu schnell altern. Von den Weichmachern im Kunststoff ganz zu schweigen. Und so viel Plastik? Das ist überhaupt nicht ökologisch!

Der gute alte Schraubverschluss! In dieser einfachen oder in einer edleren längeren Form eine sicherlich gute Verschlusstechnik für Wein. Allerdings müssten wir unsere Maschinen für viel Geld umrüsten und dieser Verschluss ist wie auch der Kunststoffkork nicht recyclingfähig. Das Gleiche gilt für den hier nicht abgebildeten Kronkork, dem zudem noch das Bierimage anhaftet.

Ein sehr guter Verschluss: Der Glasstopfen. Jedoch sehr teuer und von einer Aluminiumkapsel auf der Flasche festgehalten, die nicht unbedingt ökologisch zu verantworten ist.

Das Original! Unser guter alter Naturkork: Ein natürliches Material, recycelbar zu Dämmstoff, Korkfußboden und vielen anderen Dingen, leicht zu verarbeiten und kann dem Angriff feuchter Kellerluft besser widerstehen als die Alternativen aus Aluminium.
Was ist jedoch mit dem Korkgeschmack? In der Weinszene geistern Zahlen, die von bis zu 10% Korkgeschmäckern und mehr berichten. Wir sind von diesen Zahlen weit entfernt. Unser Korklieferant hat im Ursprungsland Portugal bei den dortigen Lieferanten bereits Qualitätssicherungssysteme aufgebaut, damit keine mikrobiologischen Verunreinigungen stattfinden können. Durch umfangreiche Eingangs- und Prozesskontrollen, insbesondere durch eine Analyse mittels „GasChromatograph/MassenSpektrometer“ werden die Korken sortiert. Wir verwenden die Korksortierung, die fast kein Risiko eines Korkgeschmackes mehr hat. Auszuschließen ist er natürlich nicht, aber er ist selten geworden. So werden wir vorerst beim Original, dem ökologisch korrekten Naturkorken bleiben.

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