Degustationspaket

Da ich dieses Jahr Coronabedingt nicht nach Italien reisen konnte, kam mir die Einladung der italienischen Handelskammer e.V., ITALCAM, gelegen, die eine Online Weinprobe anbot. Einige Tage später kam ein Degustationspaket an. Es enthielt drei Weine, ein Fläschchen Olivenöl, Käse und Schinken.

Vergangenen Donnerstag war es dann so weit. Mit Weinglas und Korkenzieher bewaffnet saß ich im Büro vor dem Computer und harrte der Dinge, die da kommen sollten.

Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der Handelskammer gab es grundlegende Informationen über Wein- und Olivenanbau durch Sandra Battigaglia, der Pressesprecherin des regionalen Amtes für Tourismus und Weingastronomie der Region Friaul-Julisch Venetien, die diese Veranstaltung gesponsort hatte.

Durch die Degustation führte zwei Moderatorinnen, die gekonnt die Region und Ihre Produkte vorstellten. Der Anfang machte das Olivenöl, gefolgt von Käse und Schinken. Die Produzenten und die Produktionsweisen wurden sehr gut vorgestellt, Das gleiche Procedere bei den Weinen. Am Anfang ein Spumante von Valentino Butussi, gefolgt von einem Friulano von der Az. Agr. Buiatti Livio e Claudio. Zum Abschluss dann von La Viarte ein Rotwein.

Die Produktqualität konnte durchgehend überzeugen und es machte Spaß, den Moderatorinnen zuzuhören und in Hintergrund schöne Landschaftsbilder zu sehen. Leider war die Sprachqualität nicht optimal, sodass das  zuhören doch etwas anstrengend war. Aber das ist ja durchaus bekanntes Problem bei vielen Videokonferenzen und Onlineproben denen ich beiwohne.

Diese kurzweilige Veranstaltung dauerte nur etwas länger als eine Stunde und kann auf Youtube angesehen werden. Vielen Dank für das PR Degustationspaket.

stylisch

Jahrelang dienten schnöde Plastikteile als Regenmesser, die zumeist als Werbegeschenk des Agrarhandels bei uns landeten. Nach etlichen Jahren in der Sonne zerbröselte das Plastik oder es wurde im Winter vergessen das Regenwasser auszugießen, so das dieses gefror und der Messzylinder riss.

Da es optisch kein Kracher war, jetzt unser Neuzugang. Tres chic und stylisch, aus edlem Kupfer und hoffentlich unkaputtbar.

Im Innern des Auffangtrichters eine Skala, an der die gefallenen Regenmengen abgelesen werden können. Ein Regenmesser, der auch ohne seiner eigentlichen Bestimmung im Kräutergarten chic aussieht.

Bürgerpflicht, die 2te

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Endlich konnte ich meiner Bürgerpflicht nachkommen und die Wege säubern. Ich schrieb hier bereits darüber.  Regen war reichlich gefallen, die Pflanzen ließen sich problemlos mitsamt ihren Wurzeln aus den Fugen zwischen Mauer und Weg  herausziehen. Etwas Fahrtechnik mit Raupe und Planierschild und die Arbeit war schnell erledigt.

Es hatte sich in den letzten Jahren reichlich Erde und Bewuchs angesammelt. Durch die Trockenheit der letzten Jahre wurde diese Arbeit immer wieder verschoben. Die Wurzeln hätten sich dermaßen in den Fugen festgekrallt, so das Beschädigungen am Gemeinschaftseigentum der Wege die Folge wären.

Mal schauen, ob andere Winzer sich animiert fühlen… 😉

Darf ich vorstellen

Bei der 2019er Weinernte Vorstellungsgespräch und Probearbeiten. Aus einem Tag wurden dann drei, der Ausbildungsvertrag war schnell unterschrieben und mittlerweile hat Sie ihre erste Ernte hinter sich gebracht und viel gelernt.

Sie ist lernwillig, wir vertragen und verstehen uns. Bis jetzt alles bestens!

Darf ich vorstellen: Selina, unsere neue Azubine, die in den nächsten drei Jahren ihre Ausbildung zur Winzerin bei uns absolviert.

Tourguide

Auf Anfrage einer Gruppe Weinliebhaber, die zudem auch die Mosellandschaft erleben wollten, spielte ich für einen Tag den Tourguide. Natürlich zeigte ich die Mosel von ihrer Schokoladenseite. Dazu zählt natürlich der Calmont Klettersteig bei Bremm.

Ein einzigartiger Weg mitten durch den steilsten Weinberg Europas.

Etliche Abschnitte sind hoch über der Mosel nur mithilfe von Stahlseilen, Trittstiften oder mittels Leitern zu überwinden.

Unterwegs Haltepunkte mit Bänken und sogar kleinen Tischen, an denen man rasten und ausruhen kann. Pause für ein kleines Vesper oder vielleicht ein Gläschen Riesling, der in diesem Hang gewachsen ist.

Da auch alle paar Meter die Perspektive wechselt, ist die Kamera oder ein Handy Pflicht um Bilder zu machen. Sei es die gegenüber auf der anderen Seite liegende Klosterruine Stuben, der Schiffsverkehr auf dem Fluss, der Blick auf Ediger oder Bremm oder die einzigartige Fauna und Flora in diesem Steilhang. Besonders der Buchsbaum ist zu erwähnen. An der Mosel ist das größte natürliche Vorkommen dieser wärmeliebenden Pflanze in Deutschland. Sogar richtige „Urwälder“ sind zu finden und einige Wanderwege sind dem Buchsbaum gewidmet.

Bürgerpflicht

Die Hauptsommerarbeiten sind weitestgehend erledigt. Es folgen die alljährlichen Nebenarbeiten, die rund ums Weingut und die Weinberge anfallen.

Die Böschungen oberhalb der Weinbergsmauern wurden letzte Woche nach dem abblühen der meisten Begrünungspflanzen mit dem Freischneider gemäht. Der Arbeitsplan sieht noch vor, Wege und Mauern zu säubern. Am Mauerfuß ist die Wasserführung von Pflanzen und Geröll zu befreien. Wichtig ist es, die Pflanzen zu entfernen, da sie Mauern und Wege auf die Dauer schädigen können.  Wir sind darauf eingestellt und entsprechendes Werkzeug ist vorhanden. Für die Feinarbeit Besen und Schippe. Fürs Grobe ein kräftiges Planierschild an der Raupe, das den gröbsten Dreck zusammenschiebt  und die Pflanzen mit Wurzeln aus den Fugen reißt.

Dafür müsste es allerdings einmal kräftig regnen, damit sich die Gewächse leicht aus den Fugen ziehen lassen.

Eine Bürgerpflicht, das Gemeinschaftseigentum, also Wege und Mauern,  sauber und intakt zu halten. Wird nicht von allen Kollegen als Pflicht gesehen, eher als Belastung, die die Gemeinden anmahnen müssen.

Helden im Steilhang

Traditionelle Bodenbearbeitung in einem Extremsteilhang der Mosel. Der Seilzuggrubber wird mittels einer tragbaren Motorseilwinde den Weinberg hinauf gezogen und bearbeitet den Boden.

Die Arbeit im Steilhang mit der Seilwinde erfordert Kraft und Geschick und lässt einen abends schnell und gut einschlafen.

Weitere Information über diese alte Weinbergsbearbeitungstechnik gibt es hier, ein „älteres Video“ aus den selben Weinberg hier.

Wir sind gerüstet? Und Sie?

Wir sind in der Coronakrise gewappnet. Mundschutz um Mitarbeiter, Kunden und andere Menschen nicht zu gefährden. Dazu das Winzerkäppchen, damit der Winzer beim winzern auch direkt erkennbar ist und nicht für einen Bankräuber gehalten wird.

Bild: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

Dazu haben wir auf Empfehlung der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz stets 18 Flaschen Wein dabei, damit wir immer wissen, ob der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird. 😉

Damit Sie sich wappnen können:

Den Mundschutz in verschiedenen Farben und Mustern gibt es bei Katjas Schneiderei in Reil.  Die Weinflaschen für die Abstandsmessung im passenden 18er Karton gibt es hier.

Genau so ist es richtig und bitte die leergetrunkenen Weinflaschen durch volle ersetzen, damit der Abstand gewahrt bleibt.

Prost!