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„Jeder kennt sie, die Tankstellen, in der heutigen Zeit mehr denn je Dreh- und Angelpunkt rund um unsere Mobilität. Da die Tankstellenbetreiber kaum mehr vom verkauften Kraftstoff leben können, sind moderne Tankstellen längst zu kleinen Supermärkten avanciert an denen es ein Grundsortiment für unser täglich Leben zu kaufen gibt. Zu diesem Grundsortiment gehört natürlich der Wein,…“

so der Weinrallyervorschlag von Thomas Lippert.

Gesagt und getan. Da die Tanke bei uns im Dorf ausser Süßigkeiten und gekühlten Getränken nur noch Benzin und Diesel im Angebot hat, habe ich die Tankstelle im berühmten Nachbarstädtchen Zell angefahren. Fast wie ein kleiner Supermarkt, fehlt nur noch die Frischfleischtheke. Die Weinabteilung zwar klein, aber neben den üblichen verdächtigen Weinen und Sekten – vom Anschauen schon fast eine Fremdweinvergiftung bekommen – habe ich ein ganz regionales Gewächs gefunden.

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Ich war erfreut, einen 2007er Riesling trocken eines Kollegen für knapp 6 Euro erwerben zu können. Das Etikett ist etwas kitschig – vielleicht für Damenkränzchen auf Kaffeefahrt kaufanimierend – aber mir kam es ja auf den Inhalt an.

Gut gekühlt noch unauffällig, beim wärmer werden doch etwas laff wirkend. Die für einen Moselriesling so typische spritzige Säure vermisste ich etwas. Wirkte irgentwie weichgeschleudert. Sauber vinifiziert, gelbe Früchte in der Nase, weich in der Säure und kraftvoll im Geschmack. Ein idealer Alltagswein der nicht satt macht und zu einem weiteren Glas anregt.