kreiseln

Da in jungen Rebanlagen die Begrünung eine sehr starke Konkurrenz zu den Reben darstellt, wurde heute in unserer 2-jährigen Riesling Junganlage die natürliche Begrünung mit der Kreiselegge entfernt, bzw. unterdrückt. Im sogenannten Unterstockbereich, also da, wo die Kreiselegge nicht arbeiten kann, erledigte der Azubi per Hand diese Arbeit.

Man sieht sehr schön die unterschiedlichen Wachstumslängen der Rieslingreben. Trockenheitsbedingt nicht so hoch gewachsen oder im April erfroren und die später ausgetrieben Knospen haben etliche Wochen Wachstumsverzug.

Terroir Marche incontra la Moselle e il suo Riesling, Teil 2: Die Abendgestaltung

2016-05-20 SektempfangAm Vorabend der Weinpräsentation gab es einen Empfang im Palazzo Capitani zur Eröffnung der Fotoausstellung „Le marche di Mario Dondero“. Klasse Schwarz/Weiß Fotografien aus der Region. Klasse auch der Sekt, der dabei gereicht wurde. 2016-05-20 lange TafelAllabendlich wurden wir von unseren Gastgebern in verschiedene Lokalitäten zum essen und trinken eingeladen. Von der kleinen, engen Pizzaria bis hin zum großzügigem Arkadengang eines alten Klosters.2016-05-20 Nachts So nebenbei konnten wir auf den Wegen zur Abendgestaltung die historische Altstadt von Ascoli Piceno kennenlernen.2016-05-20 Chris schoepp Chris KaiserEin wahrer Glücksgriff war das mit uns gereiste Duo ParisBerlin. Gitarre und Gesang, mehr braucht man nicht.2016-05-20 ItalienerUnsere italienischen Gastgeber waren sichtlich begeistert.
Damit Sie sich von den beiden Musikern auch begeistern können,: Ein Video vom ersten Abend.
Da ja der Wein manchmal etwas übermütig macht, kamen wir deutschen Gäste dann auch noch auf die Idee, ein Trinkliedchen zu singen. Nicht so gut wie die beiden Profis, aber unser Gegröle Gesang  bescherte uns zumindest Applaus der Zuhörer.

Danke an Rocco Vallorani für das Filmmaterial.

Den ersten Bericht über die Italienreise der Rieslingwinzer finden Sie hier: Terroir Marche incontra la Moselle e il suo Riesling, Teil 1: Die Präsentation

Nicht perfekt, aber optimiert

Die Unterstockpflege ist im Steilhang ein schwieriges Thema. Herbizide kommen bei uns als Ökobetrieb selbstredend nicht in Frage. Die mechanischen Geräte sind alle für die Ebene konzipiert und funktionieren dort gut. Ich hatte schon einmal im Blogeintrag  „Gestern! Heute! Morgen?“ über mechanische Möglichkeiten  berichtet. Der Lösungsansatz ist gut, aber das Preisschildchen, das natürlicherweise auf diesen Maschinen klebt, sagte mir etwas anderes.

Also die bekannte und im Betrieb vorhandene Technik verbessern und optimieren. Den ersten Ansatz hatte ich schon vor zwei Jahren gemacht. Ein innovativer Gummilappen, mit Schrauben als Reißzähne bewehrt, soll die Wildkräuter zur Seite drücken, damit der Unterstockmulcher diese erfassen kann und abmäht.

Mittlerweile ist der Gummilappen noch etwas optimiert worden, eine Gasdruckfeder sorgt für zusätzliche Kraft am Ausleger, weitere Verbesserungen sind angedacht und werden in arbeitsruhigeren Zeiten am Mähgerät umgesetzt.

Das ganze ohne große Kosten. Es fällt nur noch minimal Handarbeit an. Einige Kräuter sind noch stärker wie Gummilappen und Mähteller und müssen händisch beseitigt werden. Zu Fuß mit der gekröpften japanischen Sichel geht es diesen an den Kragen. Die große Sense mit dem kurzen Blatt, hat, bis auf einige Spezialanwendungen, für diese Arbeit ausgedient.

Die Kosten sind um einiges geringer wie bei einer vollständigen mechanischen Lösung. Die Sense kann aus der Portokasse bezahlt werden und die Mehrarbeit des hindurchlaufens der Rebanlage liegt unter 5 Stunden pro Hektar und kann durch eine entsprechendes Begrünungsmanagement noch weiter verringert werden, bzw. mit einer etwas toleranteren Einstellung zu Wildwuchs im Unterstockbereich gegen null geführt werden.