Schon im dritten Jahr fand gestern das Fest des Hofes statt. Eine private Party für Freunde. Organisiert als Bottleparty, also die Gäste bringen Speis und Trank selbst mit. Und wie bei uns üblich, wurde um Spenden für einen wohltätigen Zweck gebeten. Dieses Jahr wird Somero unterstützt, die in Uganda mit Stipendien junge Uganderinnen fördert.
Am Nachmittag wurde mit einem Alphorn das Fest eröffnet.
Anschließend wurde sich im Linolschnitt geübt und Postkarten gedruckt und bemalt.
Abends natürlich Musik, was sonst. Viele Bands waren unserem Aufruf gefolgt und spielten kostenlos für den guten Zweck.
Die Überraschung gab es dann mit Einbruch der Dunkelheit. Als die letzten Töne auf der Hauptbühne verklungen waren, startete an der Moselstraße ein klitzekleines Feuerwerk und Musik setzte ein. Eine Band hatte die Gerätschaften auf einem Traktoranhänger festgenagelt und spielte fetzige Musik.
Wir möchten uns bei den Sponsoren, der Bäckerei Henrichs und Getränke Weirauch in Reil, der Bäckerei Greis in Pünderich, dem Bioladen Enkirch, Globus Markt in Zell und den Weingütern Klaus Stülb, Kilian Franzen und Thorsten Melsheimer herzlichst bedanken, die uns mit Sachspenden untersützt haben.
Matthias Porten von der Agrarberatung hatte zu einer Maschinenvorführung geladen, exclusiv für die Ökowinzer. Der Quirlige und sehr kreative Agrarberater stellte uns sein neues Projekt vor: Pflanzenschutz mittels einer Drohne im ökologischen Weinbau.
Insbesondere der Pflanzenschutz im Steilhang, oftmals ohne Wegeerschließung und mit terrassierten Weinbergen, stellt den Winzer vor große Probleme. Die Handhabung eines Hochdruckschlauches mit Spritzpistole ist extrem arbeitsaufwendig und sehr anstrengend, der Einsatz eines normalen Hubschraubers ist mittlerweile durch die Abtrifft und die Geräuschentwicklung in der Bevölkerung nicht mehr akzeptiert.
Vor der Vorführung gab es umfangreiche Erläuterungen über die Applikationsqualität und die rechtlichen Bedingungen, die eingehalten werden müssen. Wobei die rechtlichen Bedingungen, also Genehmigungen, max. Fluggewicht, Konzentration und Zulassung der verwendeten mineralischen und organischen Mittel im ökologischen Anbau, nebst den entsprechend notwendigem Papierkram mir doch etwas übertrieben vorkamen.
Mit einer Fernbedienung – sah kinderleicht aus – steuerte der Pilot die Drohne in geringer Höhe über die Rebzeilen. Leise, da elektrisch betrieben, und fast keine Abtrifft. Das ganze Equipment passt zudem in einen etwas größeren PKW-Kofferraum.
Da in jungen Rebanlagen die Begrünung eine sehr starke Konkurrenz zu den Reben darstellt, wurde heute in unserer 2-jährigen Riesling Junganlage die natürliche Begrünung mit der Kreiselegge entfernt, bzw. unterdrückt. Im sogenannten Unterstockbereich, also da, wo die Kreiselegge nicht arbeiten kann, erledigte der Azubi per Hand diese Arbeit.
Man sieht sehr schön die unterschiedlichen Wachstumslängen der Rieslingreben. Trockenheitsbedingt nicht so hoch gewachsen oder im April erfroren und die später ausgetrieben Knospen haben etliche Wochen Wachstumsverzug.
Auf der Mosel schwimmen mittlerweile Eisschollen und ließen mich an den Eisgang von 1997 erinnern. Es war für uns als Moselanrainer angsteinflößend, als die Eismassen moselabwärts trieben. Im Video ist ab min. 8.50 zu sehen, warum es angsteinflößend war.
Danke an Peter Friesenhahn, der den Eisgang damals filmisch dokumentiert hat.
Am Vorabend der Weinpräsentation gab es einen Empfang im Palazzo Capitani zur Eröffnung der Fotoausstellung „Le marche di Mario Dondero“. Klasse Schwarz/Weiß Fotografien aus der Region. Klasse auch der Sekt, der dabei gereicht wurde. Allabendlich wurden wir von unseren Gastgebern in verschiedene Lokalitäten zum essen und trinken eingeladen. Von der kleinen, engen Pizzaria bis hin zum großzügigem Arkadengang eines alten Klosters. So nebenbei konnten wir auf den Wegen zur Abendgestaltung die historische Altstadt von Ascoli Piceno kennenlernen.Ein wahrer Glücksgriff war das mit uns gereiste Duo ParisBerlin. Gitarre und Gesang, mehr braucht man nicht.Unsere italienischen Gastgeber waren sichtlich begeistert.
Damit Sie sich von den beiden Musikern auch begeistern können,: Ein Video vom ersten Abend.
Da ja der Wein manchmal etwas übermütig macht, kamen wir deutschen Gäste dann auch noch auf die Idee, ein Trinkliedchen zu singen. Nicht so gut wie die beiden Profis, aber unser Gegröle Gesang bescherte uns zumindest Applaus der Zuhörer.
Im Weingut Steffens-Keß huldigten wir neulich dem Weingott Dionysos und feierten die Bacchanalien. Zu später Stunde – beide Weinkühlschränke waren schon geplündert – dann die ultimative Aufforderung des Publikums an mich.
Ich glaube nicht, dass Sie als Leser meines letzten Blogeintrages nun genau wissen, wie denn nun das kleine Helferlein, der Beli Rebenbinder, so richtig funktioniert. Also habe ich keine Kosten und Mühen gescheut und dieses kleine Video produziert.
Weil es einfach so schön ist! Zeitweise in den Tiefen des Internets verschwunden und nun wieder on! Gedreht im Burger Hahnenschrittchen und in Trarbach. Der Originalartikel ist hier zu finden.
Neueste Kommentare