hohe Wellen schlagen

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Während des Moselhochwassers, welches letztes Wochenende hohe Wellen schlug und mittlerweile  ganz, ganz langsam weggeht, gab es aufgrund des Dioxinskandals ebenfalls hohe Wellen.

Mal abgesehen davon, das solche Skandale immer wieder vorkommen und sich nicht wirklich verhindern lassen, egal welch neue Gesetze die Politik wieder erfindet, sollten wir uns an die eigene Nase greifen. Solange die Geiz ist Geil Mentalität vorherrscht wird es nicht besser. Wenn wir meinen, billigste Lebensmittel, die zudem im Überfluss produziert werden, kaufen zu müssen, dann wird auch irgend jemand bereit sein diese zu produzieren und wir dürfen uns nicht wundern, wenn billigster Müll an die Tiere verfüttert wird. Auch dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Fleischqualität der müllgefütterten Tiere minderwertig ist. Dazu kommen noch minderwertige Kunstprodukte wie Kunstkäse und zusammengeklebtes Separatorenfleisch.

Wir als Verbraucher bestimmen mit unserem Kaufverhalten mit, wie die Landschaft aussieht, ob die bäuerliche Landwirtschaft erhalten bleibt und die Qualität der Lebensmittel gegeben ist. Industrielle Landwirtschaft mit Massentierhaltung, mit den damit verbundenen Umwelt- und Qualitätsproblemen oder maschinen- gerechte Landschaften sind u. a. die Folgen billigster Lebensmittelpreise. Zeitgleich verlieren wir ökologisch wertvolle Kulturlandschaften und nehmen Abschied von der bäuerlichen Landwirtschaft.

Das Ende naht

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Das Ende der weißen Pracht naht.  In den letzten Tagen wurde es schon wärmer. Nachts noch Frost und am Tag leicht über Null. Der kälteste Dezember seit Jahrzehnten, dazu reichlich Schnee wie es selbst ältere Menschen an der Mosel noch nicht gesehen haben. Ab übermorgen wird Tauwetter einsetzen, die Wetterfrösche prognostizieren bis zu mollig warmen 10 Grad am kommenden Sonntag.

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Dazu noch warmer Regen ab Donnerstag.

Zweimal stand die Mosel nun schon auf der Moselstraße. Tiefer liegende Weinkeller waren überschwemmt. Zweimal wurden wir verschont. Für das auf jeden Fall kommende dritte Hochwasser habe ich ein ungutes Gefühl.

Moselstraße

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Im wahrsten Sinne des Wortes.

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 Die Moselstraße ist durch das Hochwasser komplett überschwemmt.

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Der Höchststand der Mosel ist erreicht. Unser Weinkeller ist nicht betroffen. Das Leerrohr, durch das das Moselwasser in unseren Keller fließt, habe ich abgedichtet. Wir liegen nun einige Zentimeter unterhalb des Moselspiegels. Ist also nichts mit Schlauchboot fahren im Keller und Videos drehen.

Moseleisberge

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Wie kleine Eisberge sehen die Schneereste im Hochwasser  aus, die ich die Tage mit Kettenschlepper und Planierschild an die Mosel geschoben habe. Regen und Tauwetter haben die Mosel mächtig anwachsen gelassen. Die Uferstraße ist bereits überflutet und einige tiefer gelegene Weinkeller hat es ebenfalls getroffen. Wir sind frohen Mutes, dass unser Keller trocken bleibt. Es dreht sich nur um einige Zentimeter. Laut Hochwassermeldedienst wird morgen der Höchststand erreicht, das Tauwetter ist wieder durch Frost abgelöst worden und weitere Regenfälle sind auch nicht zu erwarten, bzw. würden als Schnee fallen.

Gestern – Heute – Morgen – Übermorgen

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Gestern lag der Schnee noch hoch vor dem Kellereingang.

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Heute wurde eine Lehrlingsgruppe vom Leiter der Weinbauschule Bernkastel, Wolfram Börker, in Traktorentechnik in unserem Weingut unterrichtet.

Morgen soll es eine Menge Regen geben und richtiges Tauwetter.

Übermorgen gibt es Hochwasser. So sicher wie das Amen in der Kirche. Die Frage ist nur wie hoch. Nach den bisherigen Hochrechnungen des Hochwasserwarndienstes könnte es für uns sehr knapp werden. Ich werde berichten und natürlich Bilder einstellen.