Gestern – Heute – Morgen – Übermorgen

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Gestern lag der Schnee noch hoch vor dem Kellereingang.

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Heute wurde eine Lehrlingsgruppe vom Leiter der Weinbauschule Bernkastel, Wolfram Börker, in Traktorentechnik in unserem Weingut unterrichtet.

Morgen soll es eine Menge Regen geben und richtiges Tauwetter.

Übermorgen gibt es Hochwasser. So sicher wie das Amen in der Kirche. Die Frage ist nur wie hoch. Nach den bisherigen Hochrechnungen des Hochwasserwarndienstes könnte es für uns sehr knapp werden. Ich werde berichten und natürlich Bilder einstellen.

Winterruhe

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Gestern abend hat es mächtig geschneit und die Landschaft ist wieder in Winterweiß gehüllt. Die Mosel ist seit meinem gestrigen Blogeintrag mächtig gewachsen. Es fehlt nur noch einen Meter und der Keller bekommt einen nassen Fußboden. Bis jetzt sehen die Hochwasservorhersagen noch gut aus, doch für das kommende Wochenende sind wärmere Temperaturen vorhergesagt und die Schneeschmelze setzt ein. Bis jetzt bin ich noch ruhig, da die Prognosen bis Samstag keine großartigen Pegelerhöhungen melden.

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Da die Arbeiten im Weinberg ruhen und die Kellerarbeiten nicht den ganzen Tag beanspruchen, wird die Zeit für seit langem fällige Arbeiten genutzt. Unsere Werkstatt hatte es schon lange nötig. Man könnte sagen, das sie zugemüllt war. Nun ja, der Mensch ist halt ein Jäger und Sammler. Wir haben uns dieser menschlichen Eigenart entledigt, die Mülltonne gut gefüllt, Holzreste zum Ofen gebracht und nicht mehr verwertbare Metallreste für den Schrotthändler aussortiert. Anschließend wurden alles sauber gekehrt und die Regale neu eingeräumt. Jetzt ist wieder Platz  für die Reparatur und Pflege unserer Maschinen, die bei weiterem Winterwetter durchgeführt werden.

…bis in einen Bereich von bis zu 800 cm in der Nacht zum Samstag…

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Noch ist die Mosel da wo sie eigentlich hingehört. Durch die starken Regenfälle und Tauwetter in ihrem Einzugsgebiet wird es nicht dabei bleiben. Der Hochwasserwarndienst hat heute die erste Hochwassermeldung veröffentlicht: …bis in einen Bereich von bis zu 800 cm in der Nacht zum Samstag nicht ausgeschlossen…

Acht Meter! Würde mir eigentlich reichen. Unser Keller liegt bei 8,20 und ich habe keine Lust, den Weinkeller Moselfest zu machen. Ich habe was anderes vor.

Also des öfteren den Hochwassermeldedienst im Internet aufrufen und auf die den Brückenpfeilern vorgelagerten Schutzpoller geschaut. Wenn die Mosel da drüberläuft, läuft es auch in unseren Keller. Der für uns maßgebliche Pegel Zeltingen hat aktuell 470 cm, Normalhöhe ist um 240, also fehlen noch 3,50 m.

Laubschnitt

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Eine der wenigen Weinberge, in dem sich heute ein Laubschnitt lohnte. Nur alte Weinberge die auf „fetteren“ Böden stehen und ihre Wurzeln tief genug in den Schieferfelsen treiben konnten, sind bei der Trockenheit in den letzten Wochen noch gewachsen. Flachgründige Rebstandorte und insbesondere die jüngeren Rebanlagen haben massiv gelitten und das Wachstum fast vollständig eingestellt. Leider ist auch das Dickenwachstum der Trauben beeinträchtigt und wir müssen die Erntemenge voraussichtlich nach unten korrigeren.

Ich habe den Eindruck, das wir hier für dieses Jahr die „Arschkarte“  gezogen haben. Während ringsum reichlicher Regen fiel, sind wir bisher fast leer ausgegangen. Es reicht für die Reben gerade zum Überleben. Entspannung ist evtl. für nächstes Wochenende vorhergesagt.

Doch so richtig den Regen herbeisehnen? Lieber nicht! Es kann auch nach hinten losgehen, wie es die Hochwässer in Sachsen und Pakistan zeigen oder wie wir es an der Mosel alle Jahre selbst erleben.

Der Frühling ist ausgebrochen

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Die Vorboten des Frühlings waren letzte Woche schon überall zu sehen. Kraniche, die aus ihrem Winterquartier zurück kamen, Menschen, die allerorten in Ihren Hausgärten wühlten und die Moselausflugsschiffe, die die Anlegestellen, die vor Hochwässern und Eisgang im Hafen geschützt überwinterten, wieder an Ort und Stelle brachten.

Heute ist es Frühlingshaft warm und es soll die nächsten Tage so bleiben. Die Arbeit macht bei diesen Temperaturen doppelt soviel Spaß wie in dem diesjährigen sehr langen und kalten Winter. Noch einige Tage Rebschnitt und die wichtigste Winterarbeit ist erledigt.